Schulordnung

1. Grundsätze

Wir Schüler/-innen und Mitarbeiter/-innen der BBS Haarentor bilden eine Gemeinschaft. Wir Schüler/-innen gehören der Sekundarstufe II an, unser Besuch der Schule ist somit unser Beruf oder ein Teil unseres Berufes. Am Ende der Schulzeit sollen wir Schüler/-innen ausbildungs-, berufsfähig und in der Lage sein, als aktive und gebildete Mitglieder in der Gesellschaft zu leben und diese mit zu gestalten. An unserer Schule bilden wir eine Gemeinschaft von weit über 2000 Personen. Damit diese gut funktionieren kann, benötigen wir einige Regeln. Dabei ist unser gemeinsames Ziel, dass wir uns so wenige Regeln wie möglich und so viele wie nötig geben.

·         Wir bilden zusammen eine Schulgemeinschaft, deshalb achten wir uns gegenseitig und gehen in jeder Hinsicht gewaltfrei miteinander um.

·         Wir wollen die Persönlichkeitsrechte der anderen Mitglieder nicht verletzen, deshalb stehlen wir kein materielles oder geistiges Eigentum. Wir fotografieren oder filmen nicht während des Unterrichts und vor allem nicht ohne das Einverständnis der betreffenden Person.

·         Wir möchten, dass alle die gleichen Chancen und Möglichkeiten haben, gut lernen und arbeiten zu können. Deshalb hinterlassen wir Materialien, Leihbücher, EDV-Anlagen, Stühle, Tische, Räume, Flure und Toiletten so, wie wir sie selbst vorfinden möchten, um optimal arbeiten und damit umgehen zu können.

·         Jedes Mitglied unserer Schulgemeinschaft ist für sein Handeln selbst verantwortlich und trägt daher auch die Konsequenzen, wenn die Regeln nicht eingehalten werden.
Bei geringeren Verstößen gegen die Vereinbarungen unserer Gemeinschaft wird ein Wiedergutmachungsvertrag geschlossen, und es müssen Arbeiten für die Schulgemeinschaft erledigt werden.
Werden Straftaten begangen (z. B. Drogenhandel, Drogenkonsum, Urkundenfälschung, Körperverletzung, Diebstahl usw.), so werden diese zur Anzeige bei der Polizei bzw. Justizbehörden gebracht. Straftaten führen gleichzeitig zu Ordnungsmaßnahmen (Klassenkonferenzen) mit dem Ziel, den Straftäter aus der Schulgemeinschaft zu entfernen und der Schule zu verweisen.

·         In einer großen Gemeinschaft gehört zum respektvollen Miteinander auch, dass wir auf Sauberkeit achten. Dabei zählen ein verantwortungsvoller Umgang mit unserer Umwelt und insbesondere der Umgang mit dem Abfall, den wir alle produzieren. Uns ist es wichtig, dass Abfälle gar nicht erst entstehen (z. B. Verzicht auf Einmalverpackungen) und Abfälle richtig sortiert entsorgt werden (d. h. Papier, Grüner Punkt, Restmüll).

 

2. Unterrichtsbesuch

Auf dem Weg zur und von der Schule wählen wir aus versicherungstechnischen Gründen immer den kürzesten Weg. Wir kommen möglichst mit öffentlichen Verkehrsmitten oder dem Fahrrad zur Schule und belasten durch die Benutzung eines Autos nicht unnötigerweise die Umwelt. Unsere Fahrräder oder sonstigen Verkehrsmittel stellen wir an den dafür vorgesehenen Plätzen ab.

Für einen geordneten Unterricht brauchen wir einige Grundvoraussetzungen:

·         Wir erscheinen pünktlich und regelmäßig zum Unterricht.

·         Bei Unterrichtsversäumnissen legen wir umgehend eine schriftliche Entschuldigung vor (bei Berufsschülern und Berufsschülerinnen mit Bestätigung der Ausbilder/-innen).

·         Einen Antrag auf eine Beurlaubung von bis zu drei Schultagen legen wir dem/der Klassenlehrer/-in zur Genehmigung vor. Über diesen Zeitraum hinaus müssen wir dieses vom Schulleiter entscheiden lassen.

·         Unsere Handys haben wir während der Unterrichtszeit abgeschaltet.

·         Während der Arbeit am PC ist es uns nicht erlaubt, zu essen oder zu trinken.

·         Das Öffnen von Webseiten, Herunterladen, Aufspielen und Nutzen von Dateien, die nicht im Zusammenhang mit dem Unterricht stehen, ist nicht erlaubt.

·         Wir halten uns an die Vorgaben der Lehrkräfte.

In den Pausen werden die Klassenräume abgeschlossen. Wir halten uns im Bereich der Flure, der Cafeteria und auf dem Schulhof auf. Das Schulgrundstück dürfen wir während unserer Schulzeit auf keinen Fall eigenmächtig verlassen, denn dadurch erlischt der Versicherungsschutz.

 

3. An-, Ab- und Ummeldung

Jeder Wechsel des Wohnsitzes oder des Ausbildungsbetriebes ist dem/der Klassenlehrer/-in und dem Sekretariat sofort mitzuteilen.

 

4. Haftungsausschluss

Wir bewahren keine Wertgegenstände in unserer Schultasche und an der Garderobe auf. In solchen Fällen wird bei Verlust nicht gehaftet.

 

5. Wir halten uns an

den Bundes-Waffenerlass

1.        Es wird untersagt, Waffen i. S. des Waffengesetzes in der jeweils geltenden Fassung mit in die Schule, auf das Schulgelände oder zu Schulveranstaltungen zu bringen oder bei sich zu führen. Dazu gehören die im Waffengesetz als verboten bezeichneten Gegenstände (insbesondere die so genannten Springmesser, Fallmesser, Einhandmesser und Messer mit einer festen Klinge von mehr als 12 cm Klingenlänge, Stahlruten, Totschläger, Schlagringe usw.), ferner Schusswaffen.

2.        Das Verbot erstreckt sich auch auf gleichgestellte Gegenstände (z. B. Gassprühgeräte). Hieb- und Stoßwaffen sowie waffenähnliche Gegenstände wie Schlachter-, Küchen- oder Taschenmesser, Pfeffersprays und Laser-Pointer.

3.        Verboten sind auch Waffen, mit denen der Umgang ganz oder teilweise von der Erlaubnispflicht oder von einem Verbot ausgenommen ist oder die vom Anwendungsbereich des Waffengesetzes ganz oder teilweise ausgenommen sind (z. B. Spielzeugwaffen oder Soft-Air-Waffen mit einer Geschossenergiegrenze bis zu 0,5 Joule). Untersagt wird auch das Mitbringen oder Beisichführen von Nachbildungen von Waffen, die aufgrund ihres äußeren Erscheinungsbildes mit Waffen i. S. des Waffengesetzes verwechselt werden können.

4.        Das Verbot gilt auch für volljährige Schülerinnen und Schüler, die entweder im Besitz einer Erlaubnis zum Führen von Waffen sind (z. B. Jagdschein) oder erlaubnisfreie Waffen erwerben dürfen.

5.        Untersagt wird außerdem das Mitbringen und Beisichführen von Munition jeder Art, von Feuerwerkskörpern, von Schwarzpulver sowie von Chemikalien, die geeignet sind, für explosive Verbindungen verwendet zu werden.

6.        Die Schulleitung kann in Einzelfällen Ausnahmen zulassen, z. B. für Sport- oder Theaterveranstaltungen, im Hauswirtschaftsunterricht oder während Schulveranstaltungen mit Essenverkauf.

7.        Alle Schülerinnen und Schüler sind jeweils zu Beginn eines Schuljahres über den Inhalt dieses RdErl. zu belehren. Dabei ist auf die altersbedingten speziellen Gefährdungen besonders einzugehen. Es ist darauf hinzuweisen, dass ein Verstoß gegen das Verbot des Mitbringens von Waffen usw. eine Erziehungs- oder Ordnungsmaßnahme zur Folge haben kann.

8.        Ein Abdruck dieses RdErl. ist jeweils bei der Aufnahme in eine Schule (in der Regel erstes und fünftes Schuljahr sowie beim Eintritt in berufsbildende Schulen) den Erziehungsberechtigten zur Kenntnis zu geben.

9.        Dieser RdErl. tritt am 01.01.2009 in Kraft. Gleichzeitig wird der Bezugserlass aufgehoben.

 und an das Infektionsschutzgesetz v. 20.07.2000

Schülerinnen und Schüler mit schweren Infektionskrankheiten (gem. § 34 Abs. 1, Ziffer 1 - 20) dürfen die schulischen Räume nicht betreten, Einrichtungen der Schule nicht benutzen und an Veranstaltungen der Schule nicht teilnehmen. Tritt eine der im Gesetz genannten Infektionserkrankungen auf, so haben die volljährigen Schülerinnen und Schüler bzw. die Erziehungsberechtigten/Sorgeberechtigten der Schule davon unverzüglich Mitteilung zu machen.

 

6. Abschluss

Abschließend möchten wir uns für das Interesse an der Schulordnung bedanken, wünschen eine gute Schulzeit und hoffen, gemeinsam unsere Ziele zu erreichen.

 

Stand: Dezember 2008


Die Schulordnung: