Texte von Schülerinnen zu den Tätigkeiten der PKA

Wir haben ehemalige Schülerinnen gebeten, aus ihrer Sicht Infos für junge Leute zu schreiben, die an der PKA-Ausbildung interessiert sind.

Eine ehemalige Schülerin, die im Sommer 1999 die Abschlußprüfung zur PKA gemacht hat, schreibt:

PKA steht für Pharmazeutisch-Kaufmännische(r) Angestellte(r), diese Ausbildung findet im "dualen" System statt, d.h. im ersten Lehrjahr hat man an 2 Werktagen Schule und im 2. Und 3. Ausbilldungsjahr jeweils einen Tag.

Die andere Zeit ist man in der Apotheke. Dort kümmert man sich hauptsächlich um die kaufmännischen Tätigkeiten, z.B. Rechnungen kontrollieren, schreiben, verbuchen usw. . Als PKA ist man dafür zuständig, dass das Warensortiment immer komplett und in Ordnung ist, z.B. muß man die Verfalldaten kontrollieren. Es gehört aber auch zu dieser Ausbildung, dass man Teedrogen und Chemikalien abfasst und bei der Herstellung von Rezepturen hilft ( bei Salben, Kapseln, Lösungen usw.)

Die PKA sorgt auch dafür, dass Arzneimittel immer rechtzeitig für den Kunden bereit sind. Außerdem führt sie Gespräche mit Arzneimittel-vertretern, wo sie entscheidet, was und wieviel die Apotheke einkaufen soll. Es gehört auch zu ihrem Aufgabenfeld, kosmetische Beratungen durchzuführen, den Blutdruck zu messen, Blutwerte zu überprüfen und telefonische Beratungen durchzuführen. Zusätzlich kommt es auch vor, dass man verschiedene Botengänge erledigt, z.B. zu Arztpraxen oder zu Post und Bank.

Eine andere Schülerin aus dem gleichen Jahrgang schreibt:

Aufgabenbereiche der PKA:

  • Beschaffung von Waren
  • Lagerorganisation ( Auffüllen, Verfalldaten kontrollieren, etc.)
  • Verkaufsvorbereitung
  • Büroorganisation (Rechnungen kontrollieren, Überweisungen veranlassen, Buchführung, Reklamationen)
  • Dienstleistungen wie z.B. Blutdruckmessen
  • Anwenden apothekenspezifischer Fachsprache ( Latein für Arzneimittelgruppen, Teedrogen, etc.)
  • Hilfsarbeietn beim Herstellen von Arzneimitteln (Abfassen, Etikettieren, Preisermittlung)
  • Verkauf apothekenüblicher Waren ( Kosmetik, Zahnpflegeartikel, etc.)
  • Schaufensterdekoration
  • Z.T. Botengänge ( zu Arztpraxen, zur Post oder Bank)
  • Telefonkunden bedienen
  • Auch Staubwischen muß die PKA manchmal
  • Eine PKA darf keine Arzneimittel verkaufen!
  • Sie arbeitet hauptsächlich im hinteren Teil der Apotheke

Tipps und Hinweise für neue Auszubildende:

  • Führt das Berichtsheft regelmäßig (Es ist sehr mühsam am ende alles aufzuarbeiten!)
  • Fragt viel nach!
  • Lasst euch Arbeiten zeigen, die ihr normalerweise nicht tut! (Wichtig für die Prüfung)
  • In der Schule lernt man auch Dinge, die für die tägliche Arbeit nicht benötigt werden.
  • Man untersteht immer der Aufsicht des Apothekers!
  • Man sollte sich mit EDV beschäftigen!
  • Selbständig arbeiten ist wichtig!
  • Macht euch mit den Geräten in der Apotheke gut vertraut.
  • Lasst euch am Ende der Ausbildung ein Zeugnis geben!