Bewerbungsleitfaden zum Download

Bewerbungsleitfaden

Ein Auszug aus: 5 vor 12 - Zeit zum Bewerben: Weitere interessante Angebote und wichtige Tipps rund um das Thema „bewerben“ finden Sie unter www.5vor12.tv [externer Link]. Mit freundlicher Genehmigung der DIMA Werbe- und Verlags-GmbH, Karsfeld bei München

1. Schritt – Das Telefongespräch:


Sie haben Ihren Traumberuf gefunden? Alternative Berufsziele sind gecheckt? Sie kennen die Namen, Adressen und Telefonnummern von potenziellen Unternehmen?

So gehen Sie am besten vor: Beachten Sie unbedingt folgende „goldene Regeln":

  • Für so ein wichtiges Telefonat brauchen Sie auf jeden Fall Ruhe; Ihre Konzentration darf nicht durch Hintergrundlärm gestört werden!

  • Vor Ihnen auf dem Tisch liegt ein Blatt Papier mit den Fragen, die Sie Ihrem Telefonpartner stellen wollen!

  • Block und Stift für Notizen halten Sie in greifbarer Nähe bereit!

  • Setzen Sie sich entspannt, aber aufrecht hin - die „Lümmelhaltung" auf der Couch ist für dieses Gespräch sicher nicht geeignet!

  • Achten Sie darauf: immer höflich bleiben - der erste Eindruck kann auch am Telefon entscheidend sein!

  • Sie sollten sich richtig gut fühlen, wenn Sie telefonieren. Bevor Sie dann die Nummer wählen, holen Sie noch einmal tief Luft...

    und los geht's!


Beispiel für ein erstes Telefongespräch mit dem Wunschbetrieb:

  • Gruß/Vorstellung:
    "Guten Tag, mein Name ist Marlies Hettinger!"

  • Anlass:
    "Ich interessiere mich für einen Ausbildungsplatz in Ihrem Betrieb."

  • Frage nach dem Ansprechpartner:
    "Können Sie mir bitte sagen, wer in Ihrem Unternehmen die Vergabe von Ausbildungsplätzen betreut?"

  • Direkt verbinden lassen:
    "Würden Sie mich bitte mit Frau/Herrn X verbinden?"

  • Gesprächsende:
    "Vielen Dank. Sie haben mir sehr geholfen. Auf Wiederhören."

 

Beispiel für ein Telefongespräch mit dem Ansprechpartner:

  • Gruß/Vorstellung:
    "Guten Tag, mein Name ist Marlies Hettinger!"

  • Anlass:
    "Ich interessiere mich für einen Ausbildungsplatz in Ihrem Betrieb."

  • Mögliche Fragen:

    "Bilden Sie zum/zur... (Ihr Berufswunsch) aus?"

    "Sind in Ihrem Betrieb derzeit noch Ausbildungsplätze in diesem Bereich frei?"

    "Welche Voraussetzungen brauche ich für eine Bewerbung bei Ihnen?"

  • Muss-Fragen:

    "Bis wann muss meine Bewerbung bei Ihnen vorliegen?"

    "Welche Unterlagen erwarten Sie bei meiner Bewerbung?"

    "Wer ist der Ansprechpartner für die schriftliche Bewerbung (Vor-, Nachname, Titel)?"

  • Gesprächsende:
    "Vielen Dank für die Auskunft, Frau/Herr... Meine Bewerbung wird in den nächsten Tagen bei Ihnen eingehen. Auf Wiederhören."

Tipp: Notieren Sie sich in jedem Fall den kompletten Namen sowie die Durchwahl des genannten Ansprechpartners, ggf. lassen Sie sich den Namen buchstabieren; trauen Sie sich ruhig nochmals nachzufragen, falls Sie sich nicht sicher sind! Sollte Frau/Herr X im Augenblick nicht zu sprechen sein, rufen Sie später einfach nochmals direkt an, montags bis donnerstags am besten zwischen 09.00 und 16.00 Uhr, freitags vor 14.00 Uhr!

2. Schritt – Die Bewerbungsmappe

Was muss das Bewerbungspaket alles enthalten?

  • Anschreiben
  • Lebenslauf plus Lichtbild
  • Aktuelles Schulzeugnis in Kopie (Originale nie aus der Hand geben!)
  • Eventuell vorhandene Nachweise von Praktika oder Kursen

Check it out:  Clean, correct, clever!

Die Mappe entscheidet über Ihren Eintritt in die nächste Runde - das Vorstellungsgespräch; deshalb gilt die Devise: je stilvoller, desto besser! Tippfehler, Ungereimtheiten, Flecken oder Knicke haben hier also nichts verloren.

Tipp: Lassen Sie Ihre Unterlagen in jedem Fall durch eine zweite Person (z. B. Eltern, Lehrer) gegenlesen. So können Sie eventuell noch vorhandene Rechtschreibfehler ausmerzen!

Anschreiben und Lebenslauf tippen Sie auf unliniertem, weißem DIN-A4-Papier. Lassen Sie 2,5 cm an den Seitenrändern frei!

Für das Bewerbungsfoto gehen Sie unbedingt zum Fotografen - die Mühe (und der Preis) lohnt sich!

Wer ordentlich arbeiten will, braucht Zeit! Wichtig ist vor allem die Vollständigkeit der Daten, von der Telefonnummer im Bewerbungsschreiben bis hin zum lückenlosen Lebenslauf. Investieren Sie daher lieber ein paar Stunden mehr und überprüfen Sie die Mappe gründlich, bis Sie sicher sind, dass alles passt!

Sie können Ihr Bewerbungsschreiben und Ihren Lebenslauf auch per E-Mail zur Überprüfung durch eine/n Fachfrau/-mann bei www.jobfit.de einsenden!

Ein Klemmhefter (oder eine spezielle Bewerbungsmappe) ist der ideale Partner für Ihre Unterlagen! Achten Sie dabei auf die richtige Reihenfolge:

Anschreiben/Lebenslauf mit Lichtbild/Schulzeugnis/Nachweise! Alles gecheckt? Dann ab mit der Bewerbungsmappe in einen ausreichend großen, weißen DIN-A4-Umschlag mit Verstärkung (kein Knicken der Unterlagen auf dem Weg zum Wunschbetrieb) und nichts wie hin zur Post (schließlich soll die wertvolle Fracht auch richtig frankiert sein)!

3.    Schritt – Das wird getestet


Das wird getestet:

  • schulisches Grundwissen und Allgemeinbildung
  • Kommunikationsverhalten
  • Teamfähigkeit
  • Konfliktfähigkeit
  • Flexibilität
  • Initiative und Fähigkeit zu eigenständigem Arbeiten
  • Quelle der Bewerbung wird nachgefragt


So wird getestet:

Das Assessmentcenter (AC) spielt vor allem bei Großunternehmen eine entscheidende Rolle, wenn z. B. Führungspositionen von Nachwuchskräften zu besetzen sind. Die Firmen können sich durch dieses Verfahren ein genaueres Bild von dem/r Bewerber/in machen. Auszubildende haben in der Regel nur einen kleinen Teil des gesamten Acs (1 Prüfungstag) zu bewältigen. Einige der gebräuchlichsten Prüfungselemente des AC sind:

 

  • das Einzelgespräch (Persönlichkeit, Ziele, Vorstellungen des Bewerbers)
  • die Gruppendiskussion (Initiative, Team- und Konfliktfähigkeit)
  • Rollenspiele (Kommunikationsverhalten, Flexibilität)
  • das Kurz-Referat über ein bestimmtes Thema (Vortrag, rhetorische Fähigkeiten)
  • der Intelligenz- und Leistungstest (schulisches Grundwissen, Allgemeinbildung)


Haben Sie sich mental vorbereitet?

Übung und Erfahrung geben Sicherheit. Auch wenn sich die Tests unterscheiden, werden Sie bei jedem weiteren Test einige Fragen wieder erkennen. Nutzen Sie also in jedem Fall die Chance, wenn Sie zu einem Test eingeladen werden; das nächste Mal kann es Ihnen nur noch besser gehen!

Gesund und fit, heißt die Devise:

Es hat wenig Sinn, sich durch Krankheit gestresst und völlig entnervt zum Test zu quälen; wer triftige Gründe für eine Absage hat, hat auch gute Chancen auf einen Ausweichtermin!

Prüfungsangst - wer kennt sie nicht? Versuchen Sie herauszufinden, was am schlimmsten für Sie ist; umso eher werden Sie damit fertig!

Im Übrigen: „geteiltes Leid ist halbes Leid", heißt ein Sprichwort; manchmal hilft es schon, sich klar zu machen, dass die anderen genauso aufgeregt sind wie Sie.

Pünktlichkeit und Organisation sind unerlässlich

Zu so einem wichtigen Termin kommen Sie selbstverständlich rechtzeitig, einen gewissen Zeitpuffer kalkulieren Sie mit ein. So vermeiden Sie hektische Situationen im Vorfeld und unnötigen Stress bei der Prüfung. Ein gemütliches Frühstück und eine entspannte Anreise geben Ihnen die Ruhe und Kraft, die Sie für ein gutes Bestehen des Tests auf jeden Fall brauchen. Wichtig ist auch die Information vorab: Wie lange dauert der Test? Denn nur so können Sie das richtige Pensum an Essen und Getränken einplanen.

Achtung: Schreibmaterial!

Sie sollten Ihre eigenen Utensilien in jedem Fall mitnehmen, sicher ist sicher...

Sind Aufgabenstellung und Lösungsschema klar?

Manchmal hilft es, sich an vergangene Tests zu erinnern; manchmal müssen Sie aber auch rechtzeitig den Testleiter fragen, wenn es Unklarheiten gibt!
Gutes Zeltmanagement ist wichtig!

Arbeiten Sie zügig, aber sorgfältig. Besonders schwierig erscheinende Aufgaben überspringen Sie lieber und nutzen die Zeit für leichtere. Denken Sie daran: Insbesondere Intelligenz- und Leistungstests sind meist so konzipiert, dass kaum alle Aufgaben in der vorhandenen Zeit zu lösen sind - also bleiben Sie cool und zuversichtlich, vertrauen Sie Ihrem Zeitgefühl; den potenziellen Arbeitgeber interessiert, wie Sie unter Druck arbeiten!
Nutzen Sie die Pausen, falls gegeben!

Nicht immer sind welche eingeplant, aber wenn, ist es sicher klug, sie zu genießen und zur Entspannung zu verwenden; ein Gespräch mit einem Mitbewerber kann u. U. sehr entkrampfend und aufmunternd wirken!

Für die Multiple-Choice-Aufgaben gilt die goldene Regel: Ankreuzen ist Pflicht!

Eine falsche Antwort ist nämlich immer noch besser als gar keine. Gehen Sie nach dem Ausschlussprinzip vor - was kann überhaupt nicht stimmen? -, das mindert die Auswahlmöglichkeiten und erhöht die Chance auf die richtige Antwort!
Es hat nicht geklappt?

Verzweifeln Sie nicht an Ihrem Misserfolg, „Übung macht den Meister!"
Die Selbstsicherheit steigt mit jeder Erfahrung in Bewerbungssituationen, ob sie nun positiv oder negativ war. In zukünftigen Tests oder Gesprächen kommen Ihnen alle Ihre Erfahrungen also auf jeden Fall zugute! Ihre Geduld und Ihr Durchhaltevermögen lohnen sich bestimmt und dann heißt es eines Tages: „The winner is ..."

 

4. Die Online-Bewerbung

Auch wenn sie noch lange nicht die Regel ist, so wird sie - vor allem bei technikorientierten und besonders innovativen Unternehmen - doch immer beliebter: Die Online-Bewerbung

Derzeit kursieren zwei Formen:

1. Die Kurzbewerbung

a) Sie nehmen per E-Mail Kontakt mit dem Betrieb auf und schreiben kurz (s. Bewerbungsschreiben)
wer sind Sie?
auf welche Stelle bewerben Sie sich?
was tun Sie derzeit?

b) Anlagen (wie z. B. Lichtbild, Lebenslauf) werden dieser E-Mail in der Regel nicht hinzugefügt (nur auf ausdrücklichen Wunsch des Unternehmens)!

c) Hat Ihre Bewerbung das Interesse des Betriebes geweckt, wird der/die zuständige Sachbearbeiter/in sicher weitere Unterlagen von Ihnen anfordern.

2. E-Mail-Fragebogen

a) Einige Firmen wollen über einen Fragebogen im Anhang weitere Einzelheiten über Sie erfahren, z. B.:
persönliche Interessen
Hobbys
außerschulisches Engagement
Motivation
Leistungsbereitschaft

b) Dieses Formular sollten Sie nach dem Ausfüllen unbedingt ausdrucken und nochmals konzentriert auf seine Richtigkeit überprüfen, bevor Sie es an den Betrieb zurücksenden, denn es könnte bereits die Eintrittskarte zum Auswahltest sein; benachrichtigt werden die Glücklichen - wie sollte es anders sein - per E-Mail!




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