Fremdheit als Krisenerfahrung
29.November 2018 20:20  
Von: db/ sg



Der deutsch-syrische Schriftsteller Suleman Taufiq war am 21.11.2018 bei uns in der Aula zu Gast. Er las aus seinen aktuellen Veröffentlichungen und bot im Anschluss ein Gespräch an. Die Lesung fand im Rahmen des Deutschunterrichts für den gesamten 12. Jahrgang des WGO statt und war vom Präventionsrat Oldenburg vermittelt worden.

Suleman Taufiq studierte in Deutschland Philosophie und Komparatistik. Komparatistik bedeutet vergleichende Literatur- und Sprachwissenschaft. Er ist als Lyriker, Erzähler, Musikkritiker sowie als Herausgeber und Übersetzer arabischer Literatur bekannt. Zudem übersetzt er deutsche Literatur ins Arabische.

Seit 1981 lebt er als freier Schriftsteller in Aachen. Neben Romanen, Erzählungen und Essays veröffentlichte er vorwiegend Gedichte sowie Kinderbücher. Außerdem arbeitet er als Autor für Fernsehen und Radio. 1983 erhielt er den Walter-Hasenclever-Preis der Stadt Aachen, 1990 und 2014 je ein Arbeitsstipendium für Schriftsteller des Kultusministeriums in NRW. 2015 war er für den Europäischen CIVIS-Radiopreis nominiert, außerdem erhielt er den Medienpreis des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte in der Kategorie Hörfunk.


„Ich lebe nicht in zwei Welten, ich bin zwei Welten“, sagt Taufiq und verdeutlicht mit diesem Zitat, dass Identität an mehreren Orten gleichzeitig gelebt werden kann.
In den dargebotenen Texten aus seinem neuen Roman „Café Dunya – ein Tag in Damaskus“ und in Gedichten aus seinem letzten Lyrikband „Ich zähme die Hoffnung“ wurde dies besonders deutlich.
Antworten auf interessierte Fragen einiger Schülerinnen und Schüler rundeten die
Veranstaltungen ab.

Elisabeth Drab, Oldenburg am 23.11.20198







<- Zurück zu: Aktuelles